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Arbeitsrecht – Kanzlei Kohl & Walter Aschaffenburg

Ein Schwerpunkt der Kanzlei Kohl & Walter ist das Arbeitsrecht. In Aschaffenburg berät Sie Rechtsanwalt Christian Kohl als Fachanwalt für Arbeitsrecht unter anderem bei Kündigungsschutzklagen nach Ausspruch von außerordentlichen und ordentlichen betriebsbedingten, personenbedingten oder verhaltensbedingten Kündigungen, Befristungskontrollklagen bzw. Entfristungsklagen sowie Klagen nach Anfechtung des Arbeitsvertrages. Darüber hinaus gehören der

  • Entwurf und die Überprüfung von Arbeitsverträgen, Aufhebungs- und Abfindungsvereinbarungen,
  • Fragen des besonderen Kündigungsschutzes, z. B. bei Schwangerschaft, Schwerbehinderung, Betriebsratszugehörigkeit sowie
  • Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Reduzierung der vertraglichen Arbeitszeit nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz oder dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

zu unseren Tätigkeitsfeldern. Zudem vertritt Sie Anwalt Kohl außergerichtlich und gerichtlich bei der Durchsetzung von Abfindungs-, Vergütungs-  und Urlaubsansprüchen im Bereich Arbeitsrecht sowie Ansprüchen auf Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit und Überstundenansprüchen. Darüber hinaus unterstützt er Sie bei Schadensersatzansprüchen nach Diskriminierung im Arbeitsverhältnis und im Bewerbungsverfahren, Ansprüchen auf Erteilung und Berichtigung von Arbeitszeugnissen und Ansprüchen aus der betrieblichen Altersversorgung. Weitere Themen, die Anwalt Kohl im Ressort Arbeitsrecht in Aschaffenburg abdeckt, sind

  • Mobbing im Arbeitsverhältnis,
  • Ausspruch und Erhalt von Abmahnungen,
  • Haftungsfragen im Arbeitsverhältnis,

sowie Probleme bei personellen Einzelmaßnahmen wie Einstellung, Versetzung, Ein- oder Umgruppierung und der Inhalt und Bestand des Arbeitsverhältnisses im Insolvenzfall oder bei Betriebsübergang. Und auch wenn Sie zum Interessenausgleich und Sozialplan bei einer Betriebsänderung, Fragen der betrieblichen Mitbestimmung , der Rechtswirksamkeit und der Konsequenzen von Wettbewerbsverboten einen Anwalt konsultieren möchten, sind Sie in Aschaffenburg in unserer Kanzlei für Arbeitsrecht willkommen.

Arbeitsrecht – Rechtsanwalt Kohl beantwortet häufige Fragen:

Einige Fragestellungen tauchen fallübergreifend wiederholt auf. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen häufig gestellte Fragen aus dem Arbeitsrecht und die Antworten von Rechtsanwalt Christian Kohl.

Frage: Was tun nach Erhalt einer Kündigung oder Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses?

Rechtsanwalt Kohl: Beachten Sie, dass Klagen gegen Kündigung oder gegen Befristungen nach dem geltenden Arbeitsrecht  spätestens innerhalb einer Frist von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingegangen sein müssen, da andernfalls eine gerichtliche Überprüfung von Gesetzes wegen ausgeschlossen ist. Sie müssen reagieren und bestenfalls einen Anwalt beauftragen, wenn Sie Ihr Arbeitsverhältnis fortführen wollen.

Frage: Was tun, wenn der Arbeitgeber nach Ausspruch der Kündigung Sie anweist, dass Sie sofort nach Hause gehen sollen, da Ihre Arbeitskraft angeblich nicht gebraucht wird oder Sie nicht mehr erwünscht sind?

Rechtsanwalt Kohl: Bieten Sie in jedem Fall Ihre Arbeitskraft nachweisbar und unter Bezugnahme auf die Kündigung an. Nur so sichern Sie Ihre zukünftigen Lohnansprüche.

Frage: Muss ich mich auch so verhalten, wenn der Arbeitgeber nur mündlich (und damit nicht wirksam) kündigt?

Rechtsanwalt Kohl: Ja. Auch dann. Um Ihre Lohnansprüche zu sichern, müssen Sie Ihre Arbeitskraft in jedem Fall nachweisbar anbieten.

Frage: Mein Arbeitsverhältnis ist gekündigt und ich bin an einer Weiterarbeit auch nicht interessiert. Es sind jedoch noch Lohnansprüche offen oder im Streit und auch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis steht aus. Was tun?

Rechtsanwalt Kohl: Bedenken Sie, dass ein Kündigungsrechtsstreit das einzige echte Mittel ist, den Arbeitgeber unter Druck zu setzen. Insbesondere die Kostentragung im Arbeitsgerichtsverfahren (s. u.) trägt hierzu bei. Eine gute Verhandlungsposition außergerichtlich und vor Gericht haben Sie dem Gegner und seinem Anwalt gegenüber nur, wenn dem Arbeitgeber der Weiterbestand des Arbeitsverhältnisses „droht“. Allein aus diesem Grund sollten Sie sich gegen eine Kündigung zu Wehr setzen, wenn andere Ansprüche ungeklärt sind. Wir setzen für Sie alle im Arbeitsverhältnis in Betracht kommenden Leistungsansprüche (auf Lohn und Gehalt, Urlaub, Zeugniserteilung oder auch Entfernung von Abmahnungen, Teilzeit, betriebliche Altersversorgung, Schadensersatz bei Diskriminierung und Mobbing etc.) durch.

Frage: Was muss ich tun, wenn der Arbeitgeber meinen Arbeitsentgelt, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld etc. nicht zahlt?

Rechtsanwalt Kohl: Die Geltendmachung der Ansprüche unterliegt im Arbeitsrecht häufig bestimmten Fristen. Insbesondere sogenannte Ausschluss- oder Verfallsfristen vernichten Ansprüche innerhalb kurzer Zeit. Hier ist schnelles Reagieren durch schriftliche Geltendmachung und gegebenenfalls Zahlungsklage  unumgänglich.

Zum gerichtlichen Verfahren im Arbeitsrecht:

Frage: Wie läuft das arbeitsgerichtliche Verfahren ab?

Rechtsanwalt Kohl: Nach Klageerhebung kommt es zunächst zum sogenannten Gütetermin. Dort versucht das Gericht eine einvernehmliche Lösung, also einen gerichtlichen Vergleich, zwischen den Parteien zu vermitteln und das Verfahren auf diesem Wege zu beenden. Gelingt dies nicht, folgt der sogenannte Kammertermin. Dort versucht das Gericht prinzipiell nochmals eine Einigung, scheitert diese erneut, wird es – sofern der Sachverhalt ausreichend geklärt ist – durch Urteil entscheiden.

Frage: Wie sieht es mit den Kosten aus, z. B. für den Anwalt?

Rechtsanwalt Kohl: Außergerichtlich und im erstinstanzlichen Verfahren existiert eine Sonderregelung. Jede Partei trägt Ihre Kosten für den Anwalt und andere inner- und außergerichtliche Prozesskosten selbst, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.

Frage: Wie berechnen sich die Kosten?

Rechtsanwalt Kohl: Maßgeblich ist der Gegenstandswert. Dieser ist die Rechengröße, nach der sich Anwalts- und Gerichtskosten berechnen. Das Gericht legt ihn innerhalb der gesetzlichen und von der Rechtsprechung gebildeten Vorgaben in jedem Verfahren fest. Entscheiden ist u. a. der Wert der eingeklagten Forderungen oder der Monatsverdienst bzw. ein Bruchteil oder ein Vielfaches des Monatsverdienstes des Arbeitnehmers bei Klagen gegen Kündigungen oder Befristungen.